Gesundheit in der Schweiz März 2026

In der Schweiz gibt es im März 2026 bedeutende Entwicklungen im Gesundheitswesen, die sowohl die politische Ebene als auch den Geldbeutel der Bürger direkt betreffen. 🚑

  1. 💊 Versorgungssicherheit bei Medikamenten

Der Bundesrat hat am 20. März 2026 weitreichende Maßnahmen verabschiedet, um den Medikamentenmangel zu bekämpfen. Dies ist Teil eines direkten Gegenentwurfs zur Volksinitiative „Ja zur medizinischen Versorgungssicherheit“.

  • QR-Codes statt Beipackzettel: Um den Import zu erleichtern, sollen mehrsprachige Papier-Beipackzettel durch QR-Codes ersetzt werden. So können Packungen, die für den EU-Markt bestimmt waren, ohne Umwege in der Schweiz genutzt werden.
  • Vereinfachte Zulassung: Für Arzneimittel, die bereits in der EU zugelassen sind, werden die Hürden für den Schweizer Markt gesenkt.
  1. 🏥 Meilenstein in der Beziehung zur EU (Bilaterale III)

Am 13. März 2026 hat der Bundesrat die Botschaft zum Paket „Bilaterale III“ ans Parlament überwiesen. Ein zentraler Pfeiler ist das neue Gesundheitsabkommen.

  • Krisenzusammenarbeit: Die Schweiz soll enger in die EU-Gesundheitssysteme (wie das Frühwarnsystem) eingebunden werden, um bei künftigen Pandemien oder grenzüberschreitenden Bedrohungen schneller reagieren zu können.
  • Souveränität: Der Bundesrat betont, dass die Schweiz trotz Kooperation weiterhin eigenständig über Maßnahmen im Inland entscheiden kann.
  1. 💰 Kosten und Versicherungen

Das Jahr 2026 bringt für viele Haushalte spürbare Veränderungen:

  • Prämienanstieg: Seit Januar gilt die durchschnittliche Erhöhung der Krankenkassenprämien um 4,4 %. Die mittlere Monatsprämie liegt nun bei etwa 393,30 CHF.
  • Impfungen ohne Franchise: Eine gute Nachricht für die Prävention: Seit Beginn dieses Jahres sind alle vom Bund empfohlenen Impfungen (inkl. Beratung) von der Franchise befreit. Es fällt nur noch der Selbstbehalt von 10 % an.
  • Bereinigung der Versicherten-Daten: Der Bundesrat hat eine Vernehmlassung gestartet, um „nicht kontaktierbare Versicherte“ (z. B. ins Ausland Weggezogene) aus den Beständen zu streichen. Dies soll den Risikoausgleich zwischen den Kassen fairer gestalten.
  1. ⚗ Forschung und Innovation
  • Pädiatrische Onkologie: An der Universität Zürich wurde kürzlich der neue Nationale Forschungsschwerpunkt (NCCR) „Children & Cancer“ gestartet. Ziel ist es, Diagnosen bei Krebserkrankungen im Kindesalter präziser zu stellen und maßgeschneiderte Therapien zu entwickeln.
  • Digital Health: Im März findet die „Digital Health Design Challenge 2026“ statt, bei der Forscher und Studierende innovative Lösungen für die kontinuierliche Patientenversorgung erarbeiten.

Einordnung: „Tag der Kranken“

Anfang des Monats (1. März) fand zudem der nationale „Tag der Kranken“ unter dem Motto „selbstbestimmt und eingebunden“ statt. Bundespräsident Beat Jans betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der Patientenautonomie und der Vernetzung im Gesundheitswesen.

 

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