In der Schweizer Radiolandschaft und im medizinischen Alltag gibt es derzeit einige wichtige Entwicklungen, gesundheitspolitische Diskussionen und praxisrelevante Neuerungen für Ärztinnen und Ärzte:

- Entspannung bei den Facharzttiteln (SIWF-Krise)
- Kürzere Wartezeiten: Nach massiven Verzögerungen und starker Kritik (u. a. vom Verband der Schweizer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte, vsao) hat sich die Lage beim Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) spürbar entspannt. Die Bearbeitungsdauer für Facharzttitel ist im Laufe des Jahres auf rund 4 bis 8 Monate gesunken, und der Pendenzenberg wird kontinuierlich abgebaut.
- Gebührenreduktion: Zur Entlastung der betroffenen Assistenzärzteschaft hatte der SIWF-Vorstand zudem befristete Gebührensenkungen für hängige Titelgesuche beschlossen.
- Streit um Bürokratie-Studie des Bundes
- Zwischen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Ärzteverbindung FMH gab es im Frühjahr einige Reibereien bezüglich einer geplanten groß angelegten Studie zur administrativen Belastung von Hausärztinnen und Hausärzten (durchgeführt durch die Universität Zürich).
- Nach anfänglicher Skepsis und Debatten über Methodik und Datenhoheit wurde die Studie ausgeweitet (u.a. Einbezug der Romandie, des Tessins sowie des Praxispersonals). Ziel bleibt es, die administrative Last im Praxisalltag zu beziffern und konkrete Entlastungsmaßnahmen abzuleiten.
- Neuerungen im Recht: Leitfaden «Rechtliche Grundlagen» digital
- Für den Praxisalltag besonders nützlich: Der etablierte Leitfaden der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und der FMH zu den rechtlichen Grundlagen wurde grundlegend überarbeitet und ist neu als moderne Online-Ausgabe verfügbar (leitfaden.samw.fmh.ch).
- Er bietet verlässliche Orientierung zu Themen wie Arzthaftpflicht, Rezeptur-Rahmenbedingungen, Datenschutz, Versicherungsrecht sowie arbeitsrechtlichen Bestimmungen in Praxis und Spital.
- Medizinische Forschung & Praxis-Highlights
- Schweizer Sparpotenzial-Studie weltweit beachtet: Eine international stark beachtete Studie aus der Bündner Onkologie (unter Leitung von Prof. Dr. Roger von Moos) zeigte am Beispiel des Krebsmedikaments Denosumab, dass durch eine reduzierte Verabreichungshäufigkeit (dreimal seltener) bei gleicher Wirksamkeit und weniger Nebenwirkungen allein in der Schweiz jährlich rund 15 Millionen Franken eingespart werden könnten. Dies facht die gesundheitspolitische Diskussion über mehr Therapieforschung zur Dosis- und Kostenoptimierung an.
- Fokus auf Präzisionsmedizin: Grosse universitäre Zentren wie das USZ in Zürich treiben 2026 neue Forschungsinitiativen (z. B. im Bereich Onkologie, CAR-Immunzellen bei Glioblastomen oder personalisierte Lungenkrebs-Therapien) massiv voran, was langfristig neue diagnostische und therapeutische Standards für die klinische Praxis schafft.
SWISSMEDICAL 23/10/26






Hier sind einige der Hauptgründe, warum viele Ärzte die Schweiz als attraktiven Arbeitsort betrachten:
Ärzte profitieren von: 

In der Schweiz wird an der Forschung und Entwicklung von Zähnen aus dem Labor gearbeitet. Ein Beispiel dafür ist die Forschung an der ETH Zürich und der Universität Zürich.









