Wer eine Arbeit in der Schweiz bekommt.

Für Angehörige der EU-17 sowie der EU-10 gilt die volle Personenfreizügigkeit. Das heisst, sie dürfen in die Schweiz einreisen, hier leben und arbeiten.

Seit dem 1. Juni 2016 gelten für alle Staatsangehörigen aus Bulgarien und Rumänien (EU-2) die gleichen Bedingungen wie für die Bürgerinnen und Bürger der EU-28/EFTA-Staaten.

Kroatien, das am 1. Juli 2013 der EU beigetreten ist, unterliegt besonderen Bestimmungen.

  • Allgemeine Infos

Die Schweiz kennt bei der Zulassung ausländischer Arbeitskräfte ein duales System. Erwerbstätige aus den EU-28/EFTA-Staaten können vom Personenfreizügigkeitsabkommen profitieren. Aus allen anderen Staaten werden in beschränktem Ausmass lediglich Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen.

Kroatischen Staatsangehörigen gewährt die Schweiz seit dem 1. Juli 2014 separate Kontingente im Rahmen des Ausländergesetzes (AuG).

  • Länder der EU-17/EFTA – EU-8 | keine Einschränkungen

Für Bürgerinnen und Bürger der EU-17/EFTA gilt seit dem 1. Juni 2007 die volle Personen-Freizügigkeit. Personen aus diesen Ländern können uneingeschränkt in der Schweiz arbeiten.

Seit dem 1. Mai 2011 gilt für die EU-10 die volle Personenfreizügigkeit. Personen aus diesen Ländern können uneingeschränkt in der Schweiz arbeiten.

EU-28 StaatenEU-17 StaatenEU-10 StaatenEU-KroatienEFTA Staaten
Belgien Belgien   Liechtenstein
Bulgarien  Bulgarien Island 
Dänemark Dänemark   Norwegen 
Deutschland Deutschland    
Estland  Estland   
Finnland Finnland    
Frankreich Frankreich    
Griechenland Griechenland    
Grossbritannien Grossbritannien    
Irland Irland    
Italien Italien    
Kroatien   Kroatien  
Lettland  Lettland   
Littauen  Littauen   
LuxemburgLuxemburg    
Malta Malta    
Niederlande Niederlande    
Österreich Österreich   
Polen  Polen   
Portugal Portugal    
Rumänien  Rumänien   
Schweden Schweden    
Slowakei  Slowakei   
Slowenien  Slowenien   
Spanien Spanien    
Tschechien  Tschechien   
Ungarn  Ungarn   
Zypern Zypern    
  • Bulgarien und Rumänien (EU-2) | keine Einschränkungen
    Nach dem Ablauf der Übergangsbestimmungen gelten seit dem 1. Juni 2016 die gleichen Bestimmungen für die EU-2 Staatsbürgerinnen und Bürger wie für die Bürgerinnen und Bürger der EU-28/EFTA-Staaten.
  • Die aus dem Abkommen Berechtigten Personen
    Die Berechtigten des Abkommens sind die Angehörigen der Mitgliedstaaten und die Schweizer Staatsangehörigen sowie ihre Familienangehörigen und entsandte Arbeitnehmer, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit.

    Als Familienangehörige gelten im Prinzip der Ehepartner, die Verwandten in absteigender Linie, die noch nicht 21 Jahre alt sind oder denen Unterhalt gewährt wird sowie die Verwandten in aufsteigender Linie, denen Unterhalt gewährt wird. Die entsandten Arbeitnehmer aus Drittstaaten müssen im Besitz eines dauerhaften Aufenthaltstitels sein, damit sie von einer Firma mit Sitz in einem Vertragsstaat in einen anderen Vertragsstaat zu Erbringung einer kurzzeitigen Dienstleistung entsandt werden können.
  • Kroatien – erschwerte Bedingungen
    Am 01. Juli 2013 ist Kroatien der Europäischen Union (EU) beigetreten. Dieser Beitritt hat keinen Einfluss auf das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der Schweiz und der EU. Die Zulassung von Staatsangehörigen Kroatiens erfolgt weiterhin nach dem Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20). Die Schweiz gewährt kroatischen Staatsangehörigen seit 1. Juli 2014 jedoch separate Kontingente für Erwerbstätige. Diese belaufen sich auf 50 Jahresaufenthaltsbewilligungen B und 450 Kurz- aufenthaltsbewilligungen L.